Mi. Jun 19th, 2024

Es ist inhaltlich falsch, dass die Ministerin für Verbraucherschutz Hinz in Zweifel zieht, dass die Teilnahme am Schulobstprogramm das Ernährungsverhalten von Grundschulkindern beeinflusst. Susanne Jörn, Diätassistentin und Vorstandsmitglied der SPD Bieber: „Bei Erhebungen in Nordrhein-Westfalen wurde ein Wissenszuwachs und ein vermehrter Konsum von Obst und Gemüse bei Kindern festgestellt, die am Schulobstprogramm teilnahmen. Dies gilt insbesondere bei Schulen, die in sozialen Brennpunkten liegen.“

Auch wenn die aktuelle Datenlage noch keinen Beweis liefert, einen Beitrag zur Bekämpfung von Übergewicht zu leisten, gibt sie wertvolle Hinweise, dass das Schulobstprogramm sinnvoll ist. Die Situation in Pausen mit Klassenkameraden Obst zu verspeisen, dient der gesunden Ernährung von Kindern, die sonst kein vollwertiges Frühstück erhalten. Anders als Programme für übergewichtige Kinder, motiviert das Schulobstprogramm ohne moralischen Zeigefinger.

„Wir fordern die Landesregierung auf, das Schulobstprogramm einzuführen. In welcher Form es umgesetzt wird, wird ausschließlich in Wiesbaden entschieden und damit auch über „bürokratische Hürden“. Es wäre höchst bedauerlich, wenn Hessen 1,5 Millionen aus Brüssel ungenutzt verfallen ließe“, so Susanne Jörn abschließend.

 

Von (T)